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Nissan Z - Heck- und Seitenansicht - bei Aktuelle Auto News
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Nissan Z

Der Z als sportliche Ikone

Der Nissan Z knüpft an eine jahrzehntelange Modelltradition an. Seit dem Debüt des 240Z im Jahr 1969 steht die Z-Baureihe für ehrliche Sportlichkeit, Coupé-Design und ein fahraktives Konzept. Der aktuelle Nissan Z trägt diesen Namen ganz bewusst, ohne Zahlenzusatz – ein klares Bekenntnis zur Herkunft und zum Anspruch. Das neue Modell ist für Märkte wie Nordamerika und Japan entwickelt, bleibt aber auch international Gesprächsthema unter Sportwagenfans.

Der Z markiert die nächste Generation einer markenprägenden Baureihe. Er wurde auf Basis des 370Z entwickelt, mit überarbeitetem Fahrwerk, neuem Design und einem deutlich leistungsstärkeren Antrieb. Die Designverantwortung liegt in Japan, die Abstimmung erfolgte unter Mitwirkung amerikanischer Teams mit Fokus auf Fahrerlebnis. Das Fahrzeug entstand in enger Verbindung zur Motorsport-DNA von Nissan.

Maserati MC20 - Vogelperspektive

Nissan Z
Nissan Z – Front- und Seitenansicht rechts

Nissan verfolgt mit dem Z eine klare Linie: Ein klassisches Sportcoupé mit Heckantrieb, manueller Option und markentypischem Auftritt. Das Fahrzeug ist bewusst nicht auf breite Masse ausgelegt, sondern auf Fahrdynamik und markante Charakterzüge. Auch wenn der Z in Europa offiziell nicht flächendeckend verkauft wird, erfährt er durch Reimporte und Medienpräsenz große Aufmerksamkeit.

In einem Marktsegment, das zunehmend elektrifiziert oder auf Komfort getrimmt ist, bleibt der Nissan Z ein analog geprägter Sportwagen mit moderner Technik. Er liefert das, was viele sich von einem klassischen Coupé wünschen: kompakte Maße, starke Motorisierung, klare Ansage im Design.

Maße, Format und Layout

Der Nissan Z misst 4,38 Meter in der Länge, 1,85 Meter in der Breite und bleibt mit 1,31 Metern vergleichsweise flach. Der Radstand beträgt 2,55 Meter – ein Wert, der eine ausgewogene Balance zwischen Agilität und Stabilität unterstützt. Das Coupé-Layout ist betont sportlich gehalten, mit langer Motorhaube und kurzem Heckabschluss.

Die Formensprache orientiert sich an klassischen Modellen wie dem 240Z und dem 300ZX. Klare Kanten, ein schmaler Grill, markante LED-Leuchten und muskulöse Kotflügel sorgen für eine moderne Neuinterpretation. Die Dachlinie läuft flach aus, ohne an Innenraumhöhe zu verlieren. Auch die Türgriffe und der Tankdeckel wurden bewusst ins Design integriert.

Das Leergewicht liegt – je nach Ausstattung – bei rund 1.610 Kilogramm. Nissan setzt auf einen leichten Aufbau mit hoher Steifigkeit, um die Fahrdynamik zu steigern. Die Gewichtsverteilung liegt bei annähernd 55 zu 45 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse. Das sorgt für ein neutrales Handling in Kurven.

Mit seinen Proportionen wirkt der Nissan Z kompakt und satt auf der Straße. Die Spurweiten sind breit, der Überhang hinten kurz. Die Karosserie ist kompromisslos auf Sportlichkeit getrimmt – ohne Showeffekte, dafür mit klarem Fokus auf Fahrgefühl.

Biturbo-Power im Detail

Im neuen Nissan Z arbeitet ein 3,0-Liter-V6 mit doppelter Turboaufladung. Der Motor leistet 298 kW (405 PS) bei 6.400 U/min und liefert ein maximales Drehmoment von 475 Nm. Die Kraftentfaltung ist druckvoll, das Ansprechverhalten spontan – besonders im mittleren Drehzahlbereich zeigt sich der Biturbo-Antrieb von seiner durchzugsstarken Seite.

Die Kraftübertragung erfolgt über ein manuelles Sechsganggetriebe mit mechanischem Sperrdifferenzial oder optional über eine Neunstufen-Automatik. Beide Varianten setzen auf Hinterradantrieb. In der Version mit Handschaltung lässt sich das Auto besonders direkt bewegen – für viele sportlich orientierte Fahrer bleibt das ein zentrales Argument.

Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in rund 4,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt elektronisch begrenzt bei ca. 250 km/h. Die Traktion bleibt dank Fahrwerksabstimmung und Differenzialsperre auch beim schnellen Herausbeschleunigen aus Kurven kontrollierbar.

Im Vergleich zum Vorgänger 370Z bringt der neue V6 nicht nur mehr Leistung, sondern auch ein breiter nutzbares Drehzahlband. Die Motorelektronik passt sich dem Fahrstil an, unterstützt mit Launch Control und einem adaptiven Gaspedal-Feedback. Der Klang bleibt kernig, ohne aufdringlich zu wirken.

Trim-Level und Unterschiede

Der Nissan Z wird in verschiedenen Ausstattungslinien angeboten. In Nordamerika sind die Varianten „Sport“, „Performance“ und die limitierte „Proto Spec“ erhältlich. Der Unterschied liegt nicht nur in der Optik, sondern auch bei Fahrwerkskomponenten, Felgendimensionen und technischen Features.

Die „Performance“-Version bringt größere Bremsen, ein sportlicher abgestimmtes Fahrwerk, 19-Zoll-Leichtmetallräder von Rays und eine exklusive Zweifarbenlackierung. Im Innenraum setzt sie auf sportlichere Sitze, Kontrastnähte und zusätzliche digitale Anzeigen. Die Proto-Spec ist auf wenige hundert Fahrzeuge limitiert und farblich an das Showcar angelehnt.

Alle Varianten verfügen serienmäßig über LED-Lichttechnik, eine Rückfahrkamera, Keyless-Go und ein digitales Kombiinstrument. Unterschiede zeigen sich im Detail – etwa bei Felgendesigns, Sitzbezügen und Ausstattungspaketen. Die Performance-Version integriert zudem einen Ölkühler und sportlichere Stabilisatoren.


Die Individualisierung bleibt bewusst reduziert. Kunden wählen zwischen klassischen Außenfarben, mehreren Felgendesigns und zwei Sitzkonfigurationen. Die Ausstattungsstruktur ist übersichtlich – der Fokus liegt klar auf Sport und Funktion, nicht auf Komfortspielereien.

Technik und Fahrassistenz

Trotz sportlichem Charakter kommt moderne Technik nicht zu kurz. Das digitale Kombiinstrument mit 12,3-Zoll-Display lässt sich anpassen und zeigt neben klassischen Werten auch Boostdruck, Öltemperatur und G-Kräfte an. In der Mitte befindet sich ein 8- oder 9-Zoll-Touchscreen mit Infotainment auf aktueller Android-Basis.

Die Konnektivität umfasst USB, Bluetooth, Apple CarPlay und Android Auto. Ein optionales Bose-Soundsystem sorgt für klaren Klang, während das serienmäßige System auf Reduktion und Funktionalität ausgelegt ist. Die Klimabedienung erfolgt klassisch über Drehregler – eine bewusste Entscheidung zugunsten einfacher Handhabung.

An Bord befinden sich moderne Sicherheitsfeatures wie Toter-Winkel-Warner, Querverkehrswarner, adaptive Temporegelung und Notbremsassistent. Auch ein Spurhalteassistent und ein Müdigkeitswarner sind je nach Ausstattung an Bord. Die Assistenzsysteme agieren unauffällig, ohne das sportliche Fahrgefühl zu beeinträchtigen.

Die Fahrzeugarchitektur unterstützt OTA-Updates und digitale Schnittstellen. Dennoch bleibt der Z ein analoges Fahrerauto – mit Technik, wo sie gebraucht wird, aber ohne überladenes Interface. Die Kombination aus klassischer Steuerung und modernen Sicherheitsfunktionen passt zum Charakter des Coupés.

Sitzgefühl und Cockpitdesign

Im Innenraum zeigt sich der Nissan Z fahrerorientiert. Das Cockpit ist klar strukturiert, mit tief montierten Sitzen, kurzem Schalthebel und gut erreichbaren Bedienelementen. Die Mittelkonsole ist auf Sportlichkeit ausgelegt, ohne überflüssige Designelemente.

Die Materialien wirken wertig: Alcantara, Echtleder, Aluminium und Softtouch-Kunststoffe prägen das Interieur. Je nach Version gibt es Kontrastnähte, spezielle Z-Logos und farblich abgesetzte Dekore. Die Sitze sind fest gepolstert und bieten guten Seitenhalt – auch bei längeren Fahrten bleibt der Komfort erhalten.

Das Raumangebot ist coupe-typisch: vorn großzügig, im Fond nicht ausgeprägt – denn der Z bleibt ein reiner Zweisitzer. Der Kofferraum fasst rund 241 Liter und reicht für Wochenendgepäck oder Einkäufe. Die Form ist flach, aber durchdacht – inklusive Netztrennung und gut zugänglichem Ladebereich.

Für Technikfreunde bietet der Innenraum ein Gleichgewicht aus digitaler Funktion und analogem Erlebnis. Drei klassische Rundinstrumente auf dem Armaturenbrett – Boostdruck, Ladedruck, Voltanzeige – erinnern bewusst an frühere Modelle. Diese Kombination aus Retro und Hightech passt zum Fahrzeugprofil.

Direktes Fahrverhalten

Der Nissan Z fährt sich knackig, direkt und mit spürbarem Feedback. Die Lenkung ist elektrisch unterstützt, reagiert aber präzise. Das Fahrwerk bleibt straff, ohne unkomfortabel zu wirken – besonders in der Performance-Version zeigt sich die Abstimmung ausgewogen zwischen Alltag und Kurve.

Das Fahrgefühl wird durch den Hinterradantrieb geprägt. Die Gewichtsverteilung sorgt für neutrale Balance, das Differenzial für Traktion in engen Kurven. Bei deaktivierter Traktionskontrolle lässt sich der Z quer fahren, bleibt aber stets kontrollierbar – auch für geübte Fahrer kein Problem.

Im Alltag punktet das Coupé durch gute Übersicht, stabile Geradeauslauf und angenehme Federung. Bodenwellen und Unebenheiten werden spürbar, aber nicht hart weitergegeben. Auf Landstraße und Passstrecke spielt der Z seine Stärken voll aus – präzises Einlenken, stabile Kurvenlage, lineare Leistungsentfaltung.

Die Bremsanlage arbeitet standfest, mit gutem Pedalgefühl. Die Automatik-Version reagiert flott, beim Runterschalten mit Zwischengasfunktion. Wer Wert auf Fahrerlebnis legt, findet in der Handschaltung das direktere Erlebnis. Der Nissan Z fährt sich so, wie es von einem Sportwagen erwartet wird – ehrlich, kraftvoll, ohne elektronische Showeinlagen.

Preis und Marktübersicht

In den USA startet der Nissan Z bei rund 42.000 US-Dollar. Die Performance-Version liegt knapp über 50.000 Dollar, die limitierte Proto-Spec deutlich darüber. In Europa wird das Fahrzeug nicht offiziell angeboten, kann aber über Importeure bezogen werden – mit entsprechendem Aufpreis und eingeschränktem Support.

Maserati MC20 - Vogelperspektive

Nissan Z
Nissan Z – Innenraum

Im Marktumfeld konkurriert der Z mit Modellen wie dem Toyota GR Supra, dem Ford Mustang GT oder – in niedrigerer Preislage – dem Mazda MX-5 RF. Er positioniert sich zwischen Alltagstauglichkeit und reinem Fahrerfokus, ohne den Anspruch auf Exklusivität. Die limitierte Verfügbarkeit steigert den Reiz zusätzlich.

Nissan setzt auf ein klares Zielpublikum: sportlich orientierte Fahrer, die Wert auf Mechanik, Performance und eigenständiges Design legen. Die Nachfrage ist hoch, Lieferzeiten in manchen Märkten lang. In sozialen Medien und Szeneportalen ist der Z bereits ein Fixpunkt unter Coupé-Fans.

Der Nissan Z bleibt damit ein starker Vertreter seines Genres. Er liefert Fahrspaß ohne Show, Performance ohne künstlichen Hype – und ein Design, das Herkunft und Zukunft vereint. Wer ein echtes Sportcoupé sucht, findet hier einen ernstzunehmenden Kandidaten.

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