Citroen C4 Facelift
Gefühlt rollt jeden Monat ein neuer Strom und Hybrid aufs Parkett, doch Citroën dreht beim Citroën C4 Facelift an den richtigen Schrauben.
Die Front trägt das neue Markengesicht mit schmalen LED-Augen und zweistufiger Lichtsignatur, der Grill ist flacher, die Luftführung sauberer. Im Profil bleibt die Kompaktlimousine mit Crossover-Note markant: hoher Hüftschwung, coupéhafte Hecklinie, 18-Zoll-Räder mit aero-optimierten Einsätzen. Das wirkt wie ein Athlet im Funktionsdress – weniger Show, mehr Substanz, spürbar am präziseren Auftritt auf der Straße.
Die Maße stehen fest wie ein Pfahl: 4.360 mm Länge, 1.800 mm Breite (ohne Spiegel), rund 1.525 mm Höhe, 2.670 mm Radstand. Optisch wirkt das Update konzentriert, die Flächen sind sauber geführt, die Proportionen stimmig. Der Auftritt bleibt urban, doch mit Langstreckenwürde. Das ist die Grundlage für Ruhe im Fahrverlauf und klare Linien in der Aerodynamik.
Citroën legt beim C4 Facelift den Schwerpunkt klar auf Antriebsauswahl und Effizienz. Benzin-Basis war gestern, heute ziehen ein vollelektrischer ë-C4 und ein elektrifizierter Hybrid die Aufmerksamkeit. Die Karosserie bleibt alltagstauglich: 380 Liter Kofferraum im Verbrenner/Hybrid, beim Elektro fast identisch dank platzsparender Batterieintegration. Die Rückbank klappt 60:40, die Ladeöffnung ist breit und tief, die Ladekante angenehm niedrig.
Auch die Aerodynamik wurde nachgeschliffen. Glattere Stöße, abgedichtete Fugen, neuer Unterboden – das senkt Verbräuche spürbar. In Summe entsteht ein C4, der die Brücke schlägt: Kompaktlimousine mit Komfort-Genen und Technik, die im Alltag trägt. Das spricht Fahrer an, die ein ruhiges, effizientes Setup suchen und klare Bedienung schätzen.
Der Auftritt des C4 Facelift wirkt gereift. Feine Zierleisten raus, klare Linien rein, dazu frische Farben und Kontraste fürs Dach. Das Ergebnis ist ein Look, der auf Landstraße wie auf der Ringstraße vor der Fußgängerzone funktioniert. Keine Effekthascherei, sondern ein sauber geschnürtes Gesamtpaket, das in der Praxis überzeugt.
Format & Raum
4,36 Meter Außenlänge treffen auf einen Radstand von 2,67 Metern – das ergibt eine Kabine mit spürbar viel Knieraum in Reihe zwei. In der Breite stehen knapp 1,80 Meter (ohne Spiegel) auf dem Zettel, das bringt Schulterfreiheit auf beiden Reihen. Die Höhe um 1,52 Meter sorgt für angenehmen Einstieg, dazu Sitzposition leicht erhöht für Überblick ohne SUV-Ballast. Das schafft Vertrauen, ohne Massigkeit zu zeigen.
Das Leergewicht variiert je nach Antrieb: rund 1.280–1.350 kg als Hybrid, beim ë-C4 etwa 1.540–1.600 kg. Damit bleibt der C4 handlich, ohne sich bei Autobahntempo leicht anzufühlen. Die Balance zwischen Masse und Dämpfung ist spürbar ausgerechnet. So entsteht ein sattes, berechenbares Fahrgefühl.
Der Kofferraum hält im Alltag Wort. 380 Liter sind real nutzbar, mit breiter Öffnung und umklappbarer Rücklehne auf bis zu rund 1.250 Liter. Das Ladeabteil bleibt beim Elektro fast identisch, weil die Batterie im Unterboden verschwindet. Der Ladeboden ist eben, der Radkasten schmal – Kisten, Kinderwagen, Sporttaschen, das passt ohne Tetris.
Für lange Gegenstände gibt es eine Durchlade. Die Abmessungen zahlen auf die Balance ein: Parkhaus-tauglich, aber groß genug für vier Erwachsene plus Gepäck. Die Türen schlagen weit auf, die Dachlinie fällt erst spät nach hinten ab – so bleiben Kopffreiheit und Einstieg hinten angenehm. Das erleichtert den Alltag spürbar.
Das Fahrgefühl profitiert von der Breite und dem Radstand; der C4 liegt satt, selbst wenn Seitenwind ansetzt. Die optische Straffung entlastet den Verbrauch. Weniger Verwirbelungen, glattere Flächen – das ist messbar auf der Langstrecke. So wirkt das Facelift nicht wie Kosmetik, sondern wie Feinarbeit an relevanten Stellen.
E- & Hybridantriebe
Der ë-C4 startet mit zwei elektrischen Antrieben, beide mit identischem Drehmoment, aber unterschiedlicher Leistung. Das sorgt für klare Auswahl ohne technische Verästelung. Die Kennlinie bleibt berechenbar, der Vortrieb harmonisch. So entsteht Ruhe im Stadttempo und Souveränität beim Anrollen.
Variante 1 liefert 100 kW (136 PS) und 260 Nm, beschleunigt in ca. 10,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und läuft 150 km/h Spitze. Das einstufige Untersetzungsgetriebe hält Schaltmomente aus dem Spiel. Die Leistungsabgabe bleibt linear, die Dosierung gelingt fein. Das passt zu Pendel- und Stadtprofilen.
Variante 2, das Long-Range-Paket, bringt 115 kW (156 PS) und ebenfalls 260 Nm – Sprint 9,7 Sekunden, Vmax 150 km/h. Mehr Reserven beim Überholen, gleiche Ruhe im Alltag. Die Kalibrierung fühlt sich identisch an, nur das Fenster nach oben wird breiter. Das erhöht die Bandbreite auf der Landstraße.
Der Hybrid trägt die Bezeichnung Hybrid 136 e-DCS6. Verbaut ist ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbo (1.199 cm³), gekoppelt mit einem 21-kW-E-Motor im neuen 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe e-DCS6. Die Systemleistung liegt bei 136 PS, das Verbrennerdrehmoment bei rund 230 Nm. 0–100 km/h gelingen in 9,9 bis 10,7 Sekunden, Spitze 191 km/h.
Im Pendelbetrieb rollt der Hybrid oft elektrisch an, kuppelt den Verbrenner weich zu und hält die Drehzahl niedrig. Das e-DCS6 schaltet schneller als die frühere Wandlerlösung, der E-Motor glättet Lastwechsel. Auf der Landstraße fährt der C4 leichtfüßig, auf der Autobahn stabil. Wer absolute Stille will, greift zum ë-C4; wer ohne Ladeinfrastruktur fährt, nimmt den Hybrid.
Akku & Laden
Der ë-C4 nutzt zwei Batteriegrößen mit praxisnahen Reichweitenangaben. Die Standardbatterie liefert rund 50 kWh nutzbar und erreicht 354 bis 357 km WLTP. Die Long-Range-Batterie kommt auf 54 kWh nutzbar und bis zu rund 420 km WLTP. Das deckt den Großteil der Alltagsprofile ab.
Im Alltag bedeutet das 280 bis 320 km im Winter sowie 320 bis 400 km bei milden Temperaturen, abhängig von Tempo, Topografie und Heizung. Wer vorausschauend fährt, hält Verbräuche um 17 kWh pro 100 km. Damit bleiben auch längere Etappen entspannt planbar. Die Vorhersagbarkeit ist Teil des Konzepts.
DC-Schnellladen liegt bei bis zu 100 kW, 10–80 % in etwa 30 Minuten. AC-Laden kommt serienmäßig mit 7,4 kW, optional mit 11 kW. Der CCS-Anschluss sitzt linksseitig gut erreichbar. Das macht Ladehalte effizient und transparent.
Das Thermomanagement hält die Ladeleistung stabil. Der Akku ist flüssigkeitsgekühlt, die Wärmepumpe optional, die Routen-Vorheizung arbeitet über die Navigation. Rekuperation lässt sich in mehreren Stufen per Moduswahl anpassen. Das schont die Zellen und hält die Leistung verfügbar.
Der Hybrid arbeitet mit einer 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterie unter dem Sitz. Sie speist den E-Motor, rekuperiert beim Bremsen und entlastet den Verbrenner im Stop-and-Go. Real lassen sich so 0,5 bis 1,0 Liter Kraftstoff pro 100 km einsparen. Das geschieht ohne zusätzlichen Bedienaufwand.
Fahrwerk & Bremsen
Citroën bleibt Citroën – die Advanced-Comfort-Federung mit progressiven hydraulischen Anschlägen filtert Kanten weg, ohne schwammig zu wirken. Vorn McPherson, hinten Verbundlenker – klassisch, robust, gut abgestimmt. Der ë-C4 profitiert vom tieferen Schwerpunkt durch die Batterie. Der Hybrid punktet mit geringer Vorderachslast.
Beides fährt sich ausgewogen, nicht nervös. Die Lenkung ist leichtgängig, sauber zentrierend und bei Tempo spürbar beruhigt. Im Stadtverkehr läuft der C4 locker durch enge Gassen. Auf der Autobahn bleibt er kerzengerade.
Wer flott durch Kurven geht, spürt die weiche Grundabstimmung. Dafür gibt es Grip und Kontrolle, solange die Reifen arbeiten. Hier steht Fahrkomfort an erster Stelle. Reserven für Landstraße und Pendeltempo sind vorhanden.
Die Bremsanlage arbeitet mit soliden Scheiben rundum, modellabhängig hinten Trommel beim Basishybrid. Die Rekuperation ist fein dosiert, der Übergang zur mechanischen Bremse gelingt sauber. Das Pedal baut Druck linear auf. Auf nasser Straße greift das ESP früh und unaufgeregt ein.
Abroll- und Windgeräusche sind gut im Griff. Laminierte Frontscheibe, dichte Türaufnahmen und neue Türdichtungen senken das Grundrauschen. Im Elektro ist es leise, im Hybrid halten Drehzahlen sich zurück. Lange Etappen gelingen ohne Stress.
Cockpit & Assistenten
Das Cockpit folgt der aktuellen Citroën-Linie. Hoch positioniertes Kombiinstrument, mittig ein 10,25-Zoll-Touchscreen in HD. Die Software reagiert schneller, Menüs sind logisch aufgebaut, Over-the-Air-Updates halten das System frisch. Apple CarPlay und Android Auto laufen kabellos.
Eine Induktivladeschale und bis zu vier USB-Ports stehen bereit. Die Klima hat eigene Tasten, das verbessert die Bedienung im Alltag. Die Advanced-Comfort-Sitze zählen zu den Stärken. Feste Grundpolster, weiche Deckschicht, gelungene Kontur, auf Wunsch mit Heizung.
In Reihe zwei gibt es ordentliche Beinfreiheit, die Sitzbank ist ausreichend lang. Ablagen vorn und hinten sind sinnvoll dimensioniert, das Handschuhfach bietet Platz. Optional steht ein Head-up-Display im Citroën-Stil bereit. Das entlastet den Blickweg im Verkehr.
Bei den Assistenten legt das Facelift nach. Serienmäßig an Bord: Frontkollisionswarner mit Notbremsfunktion, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung und Müdigkeitswarner. Je nach Linie kommen Toter-Winkel-Assistent, Querverkehrwarner hinten, 360-Grad-Kameras und adaptiver Tempomat mit Stop&Go hinzu.
Das Paket arbeitet unaufgeregt, ohne das Ruder zu übernehmen. Material und Haptik liegen im Segment richtig. Soft-Touch-Zonen sitzen an den relevanten Stellen, robuste Kunststoffe decken beanspruchte Flächen. Das Lenkrad liegt satt in der Hand, die Schalter rasten sauber.
Modelle & Preise
Die Modellpalette gliedert sich in Hybrid 136 e-DCS6 sowie ë-C4 mit 136 oder 156 PS. Dazu kommen die bekannten Linien, je nach Markt gestaffelt nach Licht, Assistenz und Komfort. Pakete sind klar geschnürt. Das erleichtert die Konfiguration.
Preislich rangiert der Hybrid in Deutschland in der Regel im mittleren Zwanziger- bis unteren Dreißiger-Segment. Der ë-C4 liegt, abhängig von Batterie und Leistung, im mittleren Dreißiger- bis niedrigen Vierziger-Bereich. Förderkulisse und Leasingraten sind entscheidend. Der Elektro punktet oft mit attraktiven Monatswerten.
Wichtig für die Kalkulation: AC-11-kW-Lader, Wärmepumpe und Assistenzpaket rechtzeitig abhaken. Diese Bausteine verändern den Alltag spürbar stärker als Dekor. Für Vielfahrer lohnt die größere Batterie im ë-C4. Pendler mit Heimladung kommen mit der Standardbatterie komfortabel durch die Woche.
Der Hybrid adressiert Nutzer ohne Ladeoption. Er spart im Stadtverkehr spürbar Kraftstoff und bleibt auf der Autobahn entspannt. Lieferzeiten bewegen sich je nach Ausstattung und Markt zwischen wenigen Wochen und mehreren Monaten. Vorlauffahrzeuge sind häufig verfügbar.
Wartung und Garantie sind planbar. Der Elektro fährt mit langen Intervallen und wenig Verschleiß, die Hochvoltbatterie liegt typischerweise bei 8 Jahren oder 160.000 km Garantierahmen. Beim Hybrid bleiben klassische Servicepunkte, das 48-Volt-System ist servicefreundlich ausgelegt.
Fahreindruck Alltag
Der ë-C4 wirkt wie ein Ruhepuls auf Rädern. Direktes Drehmoment, leiser Vortrieb, sauber dosierbare Rekuperation in der Stadt. An Ampeln, Kreisverkehren und in Parkhäusern spielt er seine Stärken aus. Das reduziert Hektik im Verkehr.
Auf der Landstraße nimmt der Antrieb den Stress raus. Überholen gelingt mit kurzer Pedalbewegung, ohne Schaltmoment und ohne Drehzahlspitzen. Auf der Autobahn hält er stabil 120–130 km/h. Die Batterie leert sich nicht im Eiltempo.
Das Fahrwerk bleibt gelassen. Querfugen und Brückenstöße verpuffen. Die Lenkung bleibt ruhig, die Spurführung präzise. Das ergibt einen dichten, kontrollierten Fahreindruck.
Der Hybrid spielt seine Stärken im Mischbetrieb. Anrollen elektrisch, E-Boost beim Anfahren, dann hält der kleine Turbo die Welle. Das e-DCS6 schaltet zackig, aber weich. Defensiv gefahren, sinken die Verbräuche deutlich.
Die Bremse baut vertrauenerweckend Druck auf. Der Elektro gewinnt spürbar Energie zurück, ohne groben Eingriff. Nach 300 Kilometern im Sattel steigt man entspannt aus. Akustik und Sitzkomfort ziehen mit.
Warum es funktioniert
Der Citroën C4 Facelift ist ein Werkzeug für Menschen, die jeden Tag fahren. Elektro mit 136 oder 156 PS für Ruhe und niedrige Kosten. Hybrid 136 e-DCS6 für Fahrer ohne Steckdose. Das sind klare Antworten auf reale Profile.
4,36 Meter außen, 380 Liter Kofferraum, 10,25-Zoll-Infotainment und ernsthafte Assistenten – das sind harte Fakten. Dazu Federung mit Charakter, leise Kabine, ordentliche Reichweiten und reale Ladezeiten. Das ergibt Substanz im Alltag. Genau dort zählt es.
Wer Technik mag, bekommt Daten mit Hand und Fuß. 100-kW-DC-Laden, 7,4/11-kW-AC, bis 420 km WLTP, 191 km/h Hybrid-Spitze, rund 10 Sekunden auf 100. Das sind klare Eckpunkte. Die Kalkulation bleibt belastbar.
Wer Alltag braucht, findet Platz, Übersicht und Bedienlogik ohne Schnickschnack. Wer Zahlen zählt, rechnet über 36 Monate mit stabilen Raten und planbaren Kosten. Das ist die Sprache, die überzeugt. Das Facelift schärft genau diese Punkte.
Das Update gibt dem C4 Präzision im Auftritt, Schärfe bei der Technik und Ruhe im Fahren. Kein Lärm, keine Pose – ein Kompakt mit Format und klarem Antriebskonzept. Elektro oder Hybrid, beide Wege führen zur passenden Lösung. Das sitzt im Alltag.